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15. August 20266 Min. LesezeitPerformance MaxGoogle AdsKampagnenoptimierung

Performance Max Kampagnen-Einrichtung: 2026 richtig konfigurieren

Performance Max verbrennt Ihr Budget, wenn es falsch eingerichtet ist. Lernen Sie Schritt für Schritt die korrekte Konfiguration mit Kontostruktur, Conversion-Tracking, Asset-Gruppen und Signalstrategie.

Performance Max Kampagnen-Einrichtung Schritt für Schritt

Performance Max (PMax) ist der KI-basierte Kampagnentyp von Google Ads; aber der Irrglaube "es macht alles automatisch" lässt bei vielen Werbetreibenden das Budget kontrolliert verbrennen. Falsches Conversion-Tracking, Asset-Gruppen ohne Signale oder riesige Ziele mit kleinem Budget sind die Hauptgründe für das Scheitern von PMax. In diesem Artikel erkläre ich die Schritte zur korrekten Einrichtung einer Performance-Max-Kampagne von Grund auf, mit Zahlen und Formeln.

1. Kontostruktur: Zuerst das Conversion-Tracking korrigieren

Performance Max wird mit Ihren Conversion-Daten gefüttert. Falsche oder unvollständige Messung führt dazu, dass das Modell falsch lernt und Ihr Budget verschwendet wird. Daher ist der erste Schritt, das Conversion-Tracking zu festigen. In Google Ads gibt es drei grundlegende Tools für das Conversion-Tracking: Google Analytics 4 (GA4), Google Tag Manager (GTM) und das Google-Ads-Conversion-Tag. Welches Tool Sie auch verwenden, stellen Sie sicher, dass Sie die kritischen Conversions (Kauf, Formularausfüllung) korrekt definieren.

Der häufigste Fehler beim Conversion-Tracking ist, nicht zwischen "Conversion-Zähler" und "Wertvolle Conversion" zu unterscheiden. Wenn Performance Max den Conversion-Wert in seiner Gebotsstrategie verwendet (z.B. Maximierung des Conversion-Werts), müssen Sie jeder Conversion einen Wert zuweisen. Andernfalls erhalten alle Conversions denselben Wert und das Budget kann zu den Conversions mit dem geringsten Umsatz wandern.

  • Definieren Sie zuerst das Conversion-Ziel: Kauf, Lead, Telefonanruf usw.
  • Gleichen Sie die Conversion-Daten zwischen GA4 und Google Ads ab (Conversions importieren).
  • Legen Sie für jede Conversion-Aktion einen Wert fest; wenn nicht, lassen Sie sie unberücksichtigt.

2. Kontostruktur: Einzelnes Konto oder Unterkonto?

Bei der Einrichtung einer Performance-Max-Kampagne ist die Kontostruktur entscheidend. Google sagt, dass PMax kontoweit lernt, aber in der Praxis sehe ich: Werbetreibende mit unterschiedlichen Produkt-/Dienstleistungsgruppen erleben mit einer einzigen PMax-Kampagne Ineffizienz. Wenn beispielsweise eine Agentur sowohl Zahnmedizin als auch Anwaltsdienste anbietet, bringt eine einzige PMax-Kampagne zwei verschiedene Zielgruppen in denselben Topf. Daher ist es gesünder, separate PMax-Kampagnen nach Dienstleistungs- oder Produktkategorie einzurichten. Allerdings muss jede Kampagne ihr eigenes Budget und Conversion-Ziel haben.

Mit kleinen Budgets (z.B. 20-50 EUR pro Tag) wird eine einzige PMax-Kampagne als Basisstruktur empfohlen; in der Wachstumsphase können Sie nach Produktgruppen aufteilen. Die offizielle Empfehlung von Google ist mindestens 3 Conversions pro Kampagne pro Tag (oder 21 pro Woche). Wenn Sie unter dieser Schwelle bleiben, fassen Sie in einer Kampagne zusammen.

3. Asset-Gruppen: Als Signale, nicht als Fiktion nutzen

Asset-Gruppen sind die Komponenten wie Titel, Beschreibungen, Bilder und Videos, in denen die Anzeige erscheint. Google verwendet Zielgruppenhinweise als "Signale"; aber betrachten Sie Asset-Gruppen nicht als Signale. Jede Asset-Gruppe sollte eine separate Werbebotschaft und visuelle Elemente enthalten. Erstellen Sie beispielsweise statt einer Liste "Ihre Dienstleistungen" für jede Dienstleistung eine separate Asset-Gruppe. So zeigt Google die relevantere Anzeige zur Suchanfrage.

Fügen Sie beim Erstellen einer Asset-Gruppe mindestens 15 Bilder, 5 Titel und 5 Beschreibungen hinzu. Google kombiniert diese Assets und testet die beste Leistung. Fehlende Assets verringern die Anzeigenhäufigkeit und den Qualitätsfaktor. Achten Sie außerdem auf die Bildgrößen: Google empfiehlt 1200x1200 (quadratisch) und 1200x628 (horizontal).

4. Signale: Schwache und starke Signale ausbalancieren

Signale sind Hinweise, die die Zielgruppenausrichtung von Google steuern. Bei der ersten Einrichtung werden drei Arten von Signalen verwendet: Zielgruppe, Keywords (Suchthemen) und Ort. Als Zielgruppensignal können Sie Remarketing-Listen und ähnliche Zielgruppen hinzufügen; aber wenn Sie ein zu enges Zielgruppensignal geben, schränkt Google den Entdeckungsraum ein. Meine Empfehlung: Verwenden Sie anfangs ein breites Zielgruppensignal (alle Besucher + ähnliche Zielgruppe); nach den ersten 2-3 Wochen können Sie es mit Daten eingrenzen.

Keyword-Signale (Suchthemen) sind völlig optional. Aber wenn sie richtig verwendet werden, sind sie nützlich: Durch das Hinzufügen von Suchanfragen mit hoher Absicht (z.B. "performance max einrichten") ermöglichen Sie Google, schneller zu lernen. Diese Signale geben nur Hinweise für Gebote und Targeting, sind aber keine festen Ziele.

5. Budget und Gebotsstrategie: ROAS-Ziel berechnen

Performance Max arbeitet in der Regel mit dem Ziel Conversion-Wert (ROAS) oder Conversion-Anzahl (CPA). Setzen Sie kein Ziel, ohne den Break-even-ROAS zu kennen. Die Formel für den Break-even-ROAS lautet:

VariableFormel
Break-even-ROAS1 / (Gewinnmarge in %)

Wenn die Gewinnmarge Ihres Produkts beispielsweise 30 % beträgt, ist der Break-even-ROAS = 1 / 0,30 = 3,33. Das bedeutet, Sie müssen für jeden 1 Euro Werbeausgaben 3,33 Euro Umsatz erzielen. Setzen Sie ein Ziel-ROAS über dieser Schwelle. Wenn der Break-even-ROAS beispielsweise 3,33 beträgt, setzen Sie Ihr Ziel zwischen 4,5 und 5. In den ersten Wochen des Lernprozesses von Google versuchen Sie, das Ziel zu senken (z.B. 3,5) und dann zu optimieren.

Achten Sie bei der Budgetfestlegung darauf, dass das Tagesbudget mindestens dem 10-15-fachen der Conversion-Kosten entspricht. Wenn Ihre durchschnittlichen Conversion-Kosten beispielsweise 50 EUR betragen, sollte Ihr Tagesbudget mindestens 500 EUR betragen. Natürlich variiert dies je nach Branche, aber diese Schwelle stellt sicher, dass der Algorithmus während des Lernprozesses genügend Daten sammelt.

6. Geo- und Ortssignale: unnötige Ausgaben kürzen

Stellen Sie das Location-Targeting richtig ein. Wenn Ihr Unternehmen nur in Berlin ist, verschwendet die Anzeige in ganz Deutschland Ihr Budget erheblich. Google unterstützt auch standortbasierte Gebotseinstellungen; bewerten Sie Nutzer in Ihrer Zielregion und Nutzer, die sich dafür interessieren, getrennt. Bearbeiten Sie die Ortseinstellung auf Kontoe Ebene und wenden Sie sie auf Ihre Kampagne an. Für Gebotsanpassungen zu bestimmten Tageszeiten basierend auf Ihren bisherigen Leistungsdaten gibt es bei PMax keine direkte "Uhrzeit"-Ausrichtung; aber Sie können die Budgetverteilung optimieren, indem Sie die Leistung der Asset-Gruppen im Laufe der Zeit betrachten.

7. Leistung messen: Berichtswesen und Testsystem einrichten

Nach Abschluss der Einrichtung von Performance Max beginnt die Lernphase in den ersten 7-14 Tagen. In dieser Zeit kann die Leistung schwanken; keine Panik. Wenn Sie jedoch nach 20-25 Tagen immer noch unter Ihrem Ziel liegen, überprüfen Sie Conversion-Tracking, Asset-Gruppen und Zielgruppe. Im Bereich "Performance Max" in den Google-Ads-Berichten untersuchen Sie den Suchbegriffsbericht (Search Terms Insights) und die Asset-Leistung. Fügen Sie irrelevante Begriffe als negative Keywords hinzu (in PMax werden negative Keywords nicht unterstützt, aber Sie können eine Negative-Keyword-Liste auf Kontoe Ebene anwenden).

Checkliste

  • Funktioniert das Conversion-Tracking? (Test-Conversion durchführen)
  • Sind mindestens 15 Bilder + 5 Titel + 5 Beschreibungen pro Asset-Gruppe hinterlegt?
  • Wurde der Break-even-ROAS berechnet und ein Ziel festgelegt?
  • Ist das Tagesbudget das 10-15-fache der Conversion-Kosten?
  • Wurde das Location-Targeting eingegrenzt?
  • Wurde Zeit für die Lernphase eingeplant?

Richtige Einrichtung; aber es braucht mehr

Performance Max kann bei korrekter Einrichtung eines der leistungsstärksten Tools in Google Ads sein. Wenn Sie die obigen Schritte befolgen, stellen Sie sicher, dass der Algorithmus mit gesunden Daten versorgt wird und das Budget effizient verteilt wird. Aber vergessen Sie nicht: PMax allein reicht nicht; es muss mit einer umfassenden Digital-Marketing-Strategie zusammenarbeiten. Zum Beispiel verwalten wir mit unserem Service Anzeigenmanagement PMax richtig und unterstützen langfristiges Wachstum mit SEO. Darüber hinaus arbeiten wir in Bereichen wie Webdesign & -entwicklung und Content- & Markenstrategie, um die Conversion-Rate zu erhöhen. Wenn Sie möchten, dass wir eine digitale Überprüfung Ihrer bestehenden Kampagnen durchführen, kontaktieren Sie uns über unsere Kontakt-Seite; wir planen eine kostenlose Überprüfung speziell für Sie.

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