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19. September 20263 Min. LesezeitGoogle AdsPortfolio-GebotsstrategientCPA

Portfolio-Gebotsstrategien in Google Ads 2026

Nutzen Sie 2026 in Google Ads Portfolio-Gebotsstrategien statt manueller Gebote, um Ihr Budget effizienter einzusetzen. Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Dashboard mit Google-Ads-Portfolio-Gebotsstrategien und Budgetverteilung über mehrere Kampagnen

Wenn Sie in Ihrem Google-Ads-Konto für jede Kampagne eine eigene Gebotsstrategie verwenden, wird ein erheblicher Teil Ihres Budgets möglicherweise ineffizient ausgegeben. Im Jahr 2026 erzielen die Algorithmen des maschinellen Lernens von Google mit Portfolio-Gebotsstrategien (Portfolio Bid Strategies) konsistentere Ergebnisse. In diesem Leitfaden zeige ich Ihnen, wie Sie eine Portfolio-Gebotsstrategie einrichten, in welchen Situationen Sie sie einsetzen sollten und welche konkreten Schwellenwerte für die Optimierung gelten.

Was ist Portfolio-Gebotsstrategien?

Mit Portfolio-Gebotsstrategien bündeln Sie mehrere Kampagnen unter einer einzigen Gebotsstrategie und optimieren sie gemeinsam auf ein übergreifendes Budget und Ziel hin. Sie können beispielsweise fünf verschiedene Kampagnen derselben Produktkategorie in einem einzigen tCPA-Portfolio (Ziel-CPA) zusammenfassen. Der Algorithmus von Google verschiebt das Budget dynamisch zwischen den Kampagnen im Portfolio und senkt so die gesamten Conversion-Kosten.

Wann sollten Sie eine Portfolio-Gebotsstrategie einsetzen?

  • Kampagnen mit ähnlicher Zielgruppe und ähnlichem Conversion-Trichter: Zum Beispiel verschiedene Keyword-Gruppen für dasselbe Produkt.
  • Kampagnen mit gemeinsamem Budgetrahmen: Wenn Ihr Gesamtbudget begrenzt ist, lässt sich mit einem Portfolio eine effizientere Verteilung erreichen.
  • Kampagnen mit geringem Conversion-Volumen: Indem Sie Kampagnen bündeln, die allein nicht genügend Daten sammeln, beschleunigen Sie das Lernen des Algorithmus.

Portfolio-Gebotsstrategie einrichten: Schritt für Schritt

Gehen Sie in der Google-Ads-Oberfläche zum Bereich "Gebotsstrategien" und erstellen Sie eine "Portfolio-Gebotsstrategie". Wählen Sie den Strategietyp: tCPA, tROAS oder Maximaler Conversion-Wert. Wählen Sie anschließend die Kampagnen aus, die Sie in das Portfolio aufnehmen möchten. Darauf sollten Sie bei der Einrichtung achten:

  • Conversion-Zeitfenster: Verwenden Sie für alle Kampagnen dasselbe Conversion-Zeitfenster (zum Beispiel 30 Tage).
  • tCPA- oder tROAS-Ziel: Legen Sie ein Ziel fest, das 10 % unter Ihrem durchschnittlichen CPA der letzten 30 Tage liegt. Wenn Ihr durchschnittlicher CPA beispielsweise 80 € beträgt, setzen Sie die tCPA auf 72 €.
  • Budgetverteilung: Weisen Sie den Kampagnen im Portfolio zunächst ein gleichmäßiges Budget zu; der Algorithmus optimiert mit der Zeit.

Beispielrechnung: Portfolio-Optimierung mit tCPA

Nehmen wir an, Sie haben drei Kampagnen: A, B und C. Daten der letzten 30 Tage:

KampagneAusgaben (€)ConversionsCPA (€)
A8.00010080
B6.40050128
C4.8006080
Gesamt19.20021091,4

Der durchschnittliche CPA beträgt 91,4 €. Wenn Sie das tCPA-Ziel des Portfolios auf 84 € festlegen, wird der Algorithmus der Kampagne B weniger Budget zuweisen und sich auf A und C konzentrieren. Geschätzte neue Verteilung: 9.600 € für A, 3.200 € für B, 6.400 € für C. Gesamte Conversions: 120 + 25 + 80 = 225, neuer CPA: 19.200 / 225 = 85,3 €. Das entspricht einer Verbesserung von 6,6 %.

Schwellenwerte und Checkliste für die Optimierung

Nachdem Sie Ihre Portfolio-Strategie eingerichtet haben, sollten Sie regelmäßig folgende Kennzahlen und Eingriffsschwellen überwachen:

  • Conversion-Volumen: Sie sollten für jede Kampagne im Portfolio wöchentlich mindestens 10 Conversions erzielen. Liegen Sie darunter, nehmen Sie die Kampagne aus dem Portfolio und testen Sie eine eigene Strategie.
  • CPA-Abweichung: Wenn die Abweichung von Ihrer tCPA-Zielvorgabe mehr als 20 % beträgt, passen Sie das Ziel an oder überprüfen Sie die Kampagnenstruktur.
  • Budgetrahmen: Wenn das Gesamtbudget des Portfolios ständig ausgeschöpft wird, erhöhen Sie entweder das Budget oder stoppen Sie leistungsschwache Kampagnen.
  • Lernphase: Warten Sie nach einer Strategieänderung mindestens 2 Wochen (oder 50 Conversions); ein früher Eingriff stört den Algorithmus.

Häufige Fehler bei Portfolio-Gebotsstrategien

Der häufigste Fehler besteht darin, Kampagnen mit unterschiedlichen Conversion-Trichern in dasselbe Portfolio aufzunehmen. Wenn Sie beispielsweise eine Kampagne zur Markenbekanntheit mit einer Kampagne für den Direktverkauf kombinieren, optimiert der Algorithmus in die falsche Richtung. Auch wenn sich die geografischen Ausrichtungen oder Geräteausrichtungen der Kampagnen im Portfolio unterscheiden, wird die Leistungsmessung erschwert. Wählen Sie daher beim Aufbau eines Portfolios Kampagnen mit ähnlichem Targeting und ähnlicher Conversion-Struktur.

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