Google Ads: Portfolio-Gebotsstrategien 2026
Nutzen Sie 2026 in Google Ads statt manueller Gebote Portfolio-Gebotsstrategien und steuern Sie Ihr Budget effizienter. Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Optimierungsschwellen.

Wenn Sie in Ihrem Google-Ads-Konto für jede Kampagne eine eigene Gebotsstrategie verwenden, wird womöglich ein erheblicher Teil Ihres Budgets ineffizient ausgegeben. Im Jahr 2026 erzielen die Algorithmen des maschinellen Lernens von Google mit Portfolio-Gebotsstrategien (Portfolio Bid Strategies) konsistentere Ergebnisse. In diesem Leitfaden zeige ich Ihnen, wie Sie eine Portfolio-Gebotsstrategie einrichten, in welchen Fällen Sie sie einsetzen sollten und welche konkreten Schwellenwerte für die Optimierung gelten.
Was ist Portfolio-Gebotsstrategie?
Mit Portfolio-Gebotsstrategien bündeln Sie mehrere Kampagnen unter einer einzigen Gebotsstrategie und optimieren sie gemeinsam auf ein Ziel und ein Budget hin. Sie können beispielsweise fünf verschiedene Kampagnen derselben Produktkategorie in einem einzigen tCPA-Portfolio (Ziel-CPA) zusammenfassen. Der Algorithmus von Google verschiebt das Budget dynamisch zwischen den Kampagnen im Portfolio und senkt so die gesamten Conversion-Kosten.
Wann sollten Sie eine Portfolio-Gebotsstrategie einsetzen?
- Kampagnen mit ähnlicher Zielgruppe und ähnlichem Conversion-Funnel: zum Beispiel verschiedene Keyword-Gruppen für dasselbe Produkt.
- Kampagnen mit gemeinsamer Budgetbeschränkung: Wenn Ihr Gesamtbudget begrenzt ist, lässt sich mit einem Portfolio eine effizientere Verteilung erreichen.
- Kampagnen mit geringem Conversion-Volumen: Indem Sie Kampagnen bündeln, die allein nicht genügend Daten sammeln, beschleunigen Sie das Lernen des Algorithmus.
Portfolio-Gebotsstrategie einrichten: Schritt für Schritt
Gehen Sie in der Google-Ads-Oberfläche zum Bereich "Gebotsstrategien" und erstellen Sie eine "Portfolio-Gebotsstrategie". Wählen Sie den Strategietyp: tCPA, tROAS oder Conversions maximieren mit Zielwert. Wählen Sie anschließend die Kampagnen aus, die Sie in das Portfolio aufnehmen möchten. Darauf sollten Sie bei der Einrichtung achten:
- Conversion-Zeitfenster: Verwenden Sie für alle Kampagnen dasselbe Conversion-Zeitfenster (zum Beispiel 30 Tage).
- tCPA- oder tROAS-Ziel: Setzen Sie ein Ziel, das rund 10 % unter Ihrem durchschnittlichen CPA der letzten 30 Tage liegt. Wenn Ihr durchschnittlicher CPA beispielsweise 100 € beträgt, legen Sie den tCPA auf 90 € fest.
- Budgetverteilung: Weisen Sie den Kampagnen im Portfolio zunächst ein gleichmäßiges Budget zu; der Algorithmus optimiert im Laufe der Zeit.
Rechenbeispiel: Portfolio-Optimierung mit tCPA
Angenommen, Sie haben drei Kampagnen: A, B und C. Daten der letzten 30 Tage:
| Kampagne | Ausgaben (€) | Conversions | CPA (€) |
|---|---|---|---|
| A | 10.000 | 100 | 100 |
| B | 8.000 | 50 | 160 |
| C | 6.000 | 60 | 100 |
| Gesamt | 24.000 | 210 | 114,3 |
Der durchschnittliche CPA liegt bei 114,3 €. Wenn Sie das tCPA-Ziel des Portfolios auf 105 € festlegen, wird der Algorithmus der Kampagne B weniger Budget zuweisen und A und C stärker gewichten. Geschätzte neue Verteilung: 12.000 € für A, 4.000 € für B, 8.000 € für C. Insgesamt: 120 + 25 + 80 = 225 Conversions, neuer CPA: 24.000 / 225 = 106,7 €. Das entspricht einer Verbesserung von rund 6,6 %.
Schwellenwerte und Checkliste für die Optimierung
Metriken, die Sie nach dem Aufsetzen Ihrer Portfolio-Strategie regelmäßig überwachen sollten, sowie Eingriffsschwellen:
- Conversion-Volumen: Jede Kampagne im Portfolio sollte wöchentlich mindestens 10 Conversions erzielen. Darunter sollten Sie die Kampagne aus dem Portfolio nehmen und eine eigene Strategie testen.
- CPA-Abweichung: Weicht der Wert um mehr als 20 % von Ihrem tCPA-Ziel ab, passen Sie das Ziel an oder überprüfen Sie die Kampagnenstruktur.
- Budgetbeschränkung: Wird das Gesamtbudget des Portfolios ständig ausgeschöpft, erhöhen Sie entweder das Budget oder stoppen Sie leistungsschwache Kampagnen.
- Lernphase: Warten Sie nach einer Strategieänderung mindestens 2 Wochen (oder 50 Conversions); ein früher Eingriff stört den Algorithmus.
Häufige Fehler bei Portfolio-Gebotsstrategien
Der häufigste Fehler ist, Kampagnen mit unterschiedlichen Conversion-Funnels in dasselbe Portfolio aufzunehmen. Die Kombination einer Kampagne zur Markenbekanntheit mit einer Kampagne für den Direktverkauf führt beispielsweise dazu, dass der Algorithmus falsch optimiert. Auch wenn sich die geografische Ausrichtung oder das Device-Targeting der Kampagnen im Portfolio unterscheiden, wird die Leistungsmessung erschwert. Wählen Sie daher beim Aufbau des Portfolios Kampagnen mit ähnlichem Targeting und ähnlicher Conversion-Struktur.
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